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„Fit for 55“ – Erklärung von CLIA Europe

Hamburg, 14. Juli 2021. Das „Fit for 55-Paket“ ist ein wichtiger Schritt zur Beschleunigung der Dekarbonisierungsbemühungen der EU. Die Kreuzfahrtindustrie unterstützt die langfristigen Ziele des „Green Deal“ der EU und wir setzen uns dafür ein, bis 2050 eine CO2-neutrale Kreuzfahrt in Europa zu erreichen. Darüber hinaus glauben wir, dass die Kreuzfahrtindustrie, indem sie Innovationen durch den Schiffbau in Europa vorantreibt, eine entscheidende Rolle als Wegbereiter für ein grünes Wachstum in Europa spielen kann – wie es im Green Deal und in den EU-Wiederaufbauplänen verankert ist.

Um das EU-Ziel der CO2-Neutralität bis 2050 zu erreichen, ist ein ausgewogener und verhältnismäßiger Regulierungsrahmen für alle Wirtschaftssektoren entscheidend. Viele Elemente des Fit for 55-Pakets beeinflussen sich gegenseitig und sorgen für eine hohe Komplexität der Regulierungsvorhaben. Um dieser Rechnung zu tragen, ist eine umfassende Folgenabschätzung wichtig. Die Kreuzfahrtindustrie operiert weltweit mit mobilen Anlagen, mit Schiffen, die zwischen Ländern und Kontinenten verkehren, mit flexiblen Reiserouten und Schiffen, die häufig für jeweils begrenzte Zeiträume europäische Gewässer durchqueren. Besondere Aufmerksamkeit sollte auch den Auswirkungen des Fit for 55-Pakets auf abgelegene europäische Küstenregionen und Inseln gewidmet werden, die stark von der Passagierschifffahrt abhängig sind.

Ein stufenweiser Ansatz und ein realistischer Zeitplan für die Umsetzung werden entscheidend sein, um sicherzustellen, dass der europäische maritime Cluster eine Chance hat, sich von den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Krise zu erholen. Um die Klimaziele der EU und von CLIA zu erreichen, ist die Entwicklung alternativer Schiffskraftstoffe essenziell. CLIA Europe ist entschlossen, einen Beitrag zur politischen Diskussion zu leisten und das Fachwissen und die Erfahrung des Verbandes einzubringen. Dazu wird CLIA mit allen beteiligten Akteuren in den Institutionen und den Mitgliedsstaaten der EU zusammenarbeiten.

Zitat – Ukko Metsola, Generaldirektor von CLIA Europe:

„Die Kreuzfahrtindustrie unterstützt die langfristigen Ziele des Green Deals der EU und wir setzen uns für eine CO2-neutrale Schifffahrt in Europa bis 2050 ein. Die Einführung von CO2-Preisen wird jedoch nicht allein die zugrunde liegende Kernherausforderung lösen – nämlich den Mangel an alternativen Schiffskraftstoffen. Es bedarf weiterer Aufmerksamkeit von Politik und Regulierungsbehörden, um die Entwicklung alternativer Kraftstoffe zu beschleunigen und sie in den europäischen Häfen verfügbar zu machen.

Die Kreuzfahrtindustrie ist eine europäische Erfolgsgeschichte, da die europäischen Werften im Kreuzfahrtschiffbau weltweit wettbewerbsfähig sind. Darin liegt eine große Chance für grünes Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der europäischen Schifffahrtsbranche.

Die Kreuzfahrtindustrie operiert weltweit mit mobilen Anlagen, mit Schiffen, die zwischen Ländern und Kontinenten verkehren, mit flexiblen Reiserouten und Schiffen, die häufig für jeweils begrenzte Zeiträume durch europäische Gewässer fahren. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Bewertung der Auswirkungen der Initiative ‚FuelEU Maritime‘ auf abgelegene europäische Küstenregionen und Inseln gewidmet werden, die stark von der Passagierschifffahrt abhängig sind. Ein realistischer Zeitplan für die Umsetzung von ‚Fit for 55‘ wird entscheidend sein, um sicherzustellen, dass der europäische maritime Cluster eine Chance hat, sich von den negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Krise auf diesen Sektor zu erholen.“

Zitat – Helge Grammerstorf, National Director von CLIA Deutschland:

„Mit dem neuen Gesetzgebungspaket ‚Fit for 55‘ schreitet die EU auf ihrem Weg zu unserem gemeinsamen Klimaziel für 2050 voran. Die Kreuzfahrtindustrie unterstützt das Ziel der CO2-Neutralität. In Europa wird Deutschland eine entscheidende Rolle spielen, ist dabei aber auf die Mitwirkung aller Beteiligten angewiesen. Die Nationale Maritime Konferenz unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Mai dieses Jahres die Bedeutung der Kreuzfahrt-Branche und ihre Rolle als Innovationsführer bei nachhaltigen, maritimen Technologien erneut unterstrichen.

Der Kreuzfahrtsektor ist mit einer Wertschöpfung von 6,6 Milliarden Euro und einem Potenzial von rund 50.000 Arbeitsplätzen ein entscheidender Bestandteil unserer Wirtschaft und kann einen Beitrag zu grünem Wachstum leisten. Trotz der Aussetzung des Kreuzfahrtbetriebs während der Pandemie ist unser Engagement für Nachhaltigkeit konstant geblieben. Dabei setzen wir auf Innovationen, Emissionsreduktion und größere Energieeffizienz, um unsere Ziele zu erreichen, unsere globale Führungsposition zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten.“

 

CLIA Deutschland vertritt die Kreuzfahrtbranche in Deutschland.

Cruise Lines International Association (CLIA) ist die vereinte Stimme der internationalen Kreuzfahrtbranche. Als der weltweit größte Verband der Kreuzfahrtindustrie mit insgesamt 15 Niederlassungen ist CLIA in Nord- und Südamerika, Europa, Asien und Australasien vertreten. CLIA unterstützt Regularien und Praktiken, die ein sicheres und intaktes Kreuzfahrtumfeld für jährlich mehr als 30 Millionen Passagiere fördern. Zudem fördert CLIA das Ansehen, die Attraktivität und die Erschwinglichkeit des Kreuzfahrterlebnisses. Zu den Mitgliedern zählen die weltweit angesehensten Fluss- und Hochsee-Kreuzfahrtlinien - darunter auch Anbieter von Spezial-Kreuzfahrten – sowie Reiseveranstalter, Zulieferer, Häfen und Hafenbehörden, Destinationen und zahlreiche weitere Geschäftspartner, die sich dem nachhaltigen Erfolg der Kreuzfahrtindustrie verschrieben haben. Mehr Informationen zu CLIA erhalten Sie unter: cruising.org und clia-deutschland.de. Folgen Sie CLIA außerdem auf Facebook und Twitter.

 

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HendrikKöstens
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