Statement zum Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD 2018

Hamburg, 9. Februar 2018 – Der internationale Kreuzfahrtverband CLIA begrüßt das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Bekenntnis, Deutschland als maritimen Standort zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit der Häfen zu fördern.

Wir teilen das Ziel, den Schadstoffausstoß der gesamten Schifffahrt weiter zu begrenzen. Wir nehmen die Entscheidung der drei potentiellen Koalitionsparteien, sich für eine europaweit einheitliche Nutzung von Landstrom in der Schifffahrt einzusetzen zur Kenntnis. Das gilt auch für einheitliche Genehmigungs- und Nutzungsstandards beim Thema LNG in den Häfen, welche durch die neue Bundesregierung angestrebt werden sollte.

„Allerdings ist es nicht damit getan, flächendeckend Landstrom für die deutschen Häfen zur Verfügung zu stellen", so Helge Grammerstorf, National Director von CLIA Deutschland. „Der Einsatz von Landstrom und alternativen Treibstoffen, wie LNG, kann in absehbarer Zeit nur erhöht werden, wenn dies für Häfen und Reedereien zu ökonomisch vertretbaren und wettbewerbsfähigen Konditionen geschieht. Es gilt also, umweltfreundliche Technologien wirtschaftlich zu fördern."

Wesentliche Voraussetzung dafür ist die Schaffung einer Infrastruktur in den Häfen, die Kreuzfahrtschiffe während ihrer Liegezeit mit umweltfreundlich gewonnener Energie versorgt, die gleichzeitig wirtschaftlich ist. Dazu gehört aus Sicht von CLIA auch, die Landstromversorgung von der EEG-Umlage freizustellen. CLIA steht für eine konstruktive Zusammenarbeit mit der neuen Bundesregierung und allen anderen Beteiligten, wie Häfen und Umweltverbänden bereit.

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